Häufige Missverständnisse über ganzheitliche Ernährung und Makrobiotik

by | 03.01.2021 | Wissenswertes

1.Um makrobiotisch zu kochen brauche ich jede Menge teurer und exotischer Zutaten.

Nichts falscher als das! Die Makrobiotik ordnet jedem Lebensmittel und seiner Verarbeitung Energie zu; diese kann entweder zusammenziehend (yang) oder ausdehnend (yin) wirken. Dies bedeutet, dass grundlegend erst mal ALLE Lebensmittel „makrobiotisch“ sind, es liegt also an uns, sie genauer zu betrachten und ihre energetische Wirkung auf unseren Organismus zu verstehen.

Es gibt durchaus einige Spezialitäten und Konzentrate, die häufig und gerne genutzt werden und aus jahrhundertelanger asiatischer Tradition des Fermentierens entstanden sind: Miso, Sojasaucen, Tempeh, Amasake, um nur einige zu nennen. Diese Zutaten sind äußerst wertvoll für uns, aber es ist falsch zu denken, dass eine tägliche Misosuppe aus guten Zutaten mich zu einem „Makrobioten“ macht oder gar vor allen Krankheiten schützen kann.

Wer sein Budget schonen muss, sollte sich an heimische, traditionelle Lebensmittel erinnern wie z. B. das gute alte Sauerkraut oder milchsauer vergorene Gurken und deren Flüssigkeit; des Weiteren ist es wichtig, sich an saisonal und regionale Ware zu halten und Trockenware guter Qualität zur Hand zu haben; alles Dinge die weniger (!) kosten als die meisten Marken-Convenience-Produkte aus dem Supermarkt oder auswärts zu essen.

2. Makrobiotik ist toll zum Entgiften und Gewicht verlieren!

Makrobiotik ist keine „Diät“, es ist ein Lebensstil, darauf ausgerichtet, innere und äußere Harmonie mit der Natur zu erlangen. Wer sein Leben darauf ausrichtet, sollte versuchen stets im Gleichgewicht mit sich zu sein, sprich: er sollte versuchen Extreme (und dazu gehören restriktive Diäten) zu vermeiden! Wenn Sie der Meinung sind, sich eine Zeit lang zu „extrem“ ernährt zu haben, sollten sie ihrem Körper auch die Zeit geben, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und langsam ihre Lebensmittelauswahl anpassen.

Gewichtsverlust KANN ein Nebenfaktor sein, allerdings kann es genauso gut sein, dass ihr Gewicht stabil bleibt oder sie sogar zunehmen werden, wenn ihre Konstitution es erfordert. Makrobiotik zielt nicht auf eine Kontrolle der Energiezufuhr ab (Kilokalorien) und ist daher nicht als Abnehmdiät geeignet!

3. Ist ja alles schön und gut aber ich hab keine Lust/ ich kann nicht kochen …

Sie werden erstaunt sein, wie „wenig“ Aufwand es eigentlich benötigt, sich ein vollwertiges Essen zuzubereiten. Versuchen sie die Grundlagen zu lernen, kaufen sie sich 1-2 gute Drucktöpfe für Getreide und Hülsenfrüchte (ggf. große Mengen vorkochen und im Kühlschrank aufbewahren), haben sie stets getrocknete Lebensmittel und ein paar Konserven zur Hand … versuchen Sie die energetische Wirkung der Lebensmittel und Kochmethoden zu verstehen (mit Hilfe passender Tabellen/ Lektüre) und lernen Sie, wie sie einfache Gerichte, die Sie bisher gerne gekocht haben, oder ihre bisherige Auswahl in der Kantine oder im Restaurant einzuordnen und ggf. anzupassen, um sie energetisch ausgewogener zu machen.

Gastbeitrag Nora Schubring

Nora Schubring
Nora Schubring